Die Bundesländer Baden-Württemberg, Bayern und Hessen setzen auf Einspar-Contracting zur energetischen Optimierung ihrer Landesliegenschaften. Diese drei Bundesländer haben seit Jahresbeginn insgesamt 60 Liegenschaften mit jährlichen Energiekosten von rund 8,6 Mio. Euro (netto) öffentlich ausgeschrieben. Diese erfreuliche Entwicklung unterstreicht den politischen Willen der Südländer, die Energieeffizienz ihrer eigenen Liegenschaften mittels Einspar-Contracting signifikant zu erhöhen und damit einen Beitrag zum Gelingen der Energiewende zu leisten. Das Land Baden-Württemberg begleitet diese Strategie zudem durch eine vor einem Jahr gestartete Contracting-Offensive, mit der die Rahmenbedingungen für Einspar-Contracting für öffentliche und private Gebäudebetreiber verbessert und Hemmnisse beseitigt werden sollen.
Beim Einspar-Contracting (auch Energiespar-Contracting oder Energieeinspar-Contracting genannt) realisiert ein spezialisiertes Energiedienstleistungsunternehmen (Contractor) in enger Partnerschaft mit dem Gebäudeeigentümer langfristige Energiespar-Projekte (meist 7–10 Jahre), um nachhaltig Energie- und Treibhausgas-Einsparungen sicher zu stellen. Der Contractor ist dabei für die Konzeption, Planung, Finanzierung, Umsetzung und den Erfolgsnachweis der umfangreichen Maßnahmen verantwortlich. Die Refinanzierung aller Investitionen und Dienstleistungen erfolgt während der Vertragsdauer aus garantierten Energiekosteneinsparungen. Damit bietet das Einspar-Contracting gerade öffentlichen Einrichtungen und Unternehmen des Gesundheitssektors die Möglichkeit, trotz knapper Finanzmittel, sofort in Energieeffizienzmaßnahmen bei gleichzeitiger Modernisierung der Gebäudetechnik zu investieren.
Der Arbeitskreis Energiespar-Contracting vereint auf der neutralen Plattform des Verbandes für Wärmelieferung e. V. acht marktprägende Anbieter und weitere unterstützende Marktakteure im Bereich des Einspar-Contracting. Der Arbeitskreis Einspar-Contracting fordert die Entscheidungsträger der Bundesländer, Landkreise und Kommunen auf, gemäß dem Beispiel von Baden-Württemberg, Bayern und Hessen die energetische Gebäudesanierung mit Einspar-Contracting voran zu treiben, damit Investitionsstaus abzubauen und bereits heute einen wichtigen Beitrag zur Energiewende zu leisten. Denn jede nichtverbrauchte Kilowattstunde braucht auch nicht erzeugt werden, somit garantiert Einspar-Contracting die niedrigsten CO2-Vermeidungskosten.
Weitere Informationen sind auf www.energiecontracting.de und www.einsparcontracting.eu erhältlich.
Ansprechpartner für Rückfragen:
Volker Schmees, volker.schmees@vfw.de, Tel.: 0511 36590-28
Informationen zum Arbeitskreis Energiespar-Contracting im VfW:
Der Arbeitskreis Energiespar-Contracting vereint auf der neutralen Plattform des VfW neun marktprägende Anbieter und weitere unterstützende Marktakteure im Bereich des Einspar-Contracting, auch Energiespar-Contracting oder Energieeinspar-Contracting genannt.
Über den VfW
Der VfW ist die führende Interessenvertretung für Contracting und Energiedienstleistungen. Der Verband unterstützt Branchen-Akteure bei Fragen rund um das Energiecontracting und bietet Grundlagenschulungen, Tagungen sowie Konferenzen für Contractoren und Gebäudeeigentümer an. Mitgliedsbetriebe des VfW erhalten nach Besuch der Grundlagenseminare die Auszeichnung »Qualifizierter Contracto« und lassen sich danach regelmäßig nachschulen.